Alleinerziehende: Liebeshymne an unsere Kinder

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Hallo, ich bin Jana Behr und die "Heldin des Alltags"! Mein Blog ist eine Mischung aus "Sex and the City" und Literaturblog. Mein Wunsch: Euch ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern und für einen Moment vom Alltag abzulenken. Viel Spaß! Ich freue mich über ganz viele Likes!
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Letztens las ich sinngemäß folgende Seminarankündigung: “Alleinerziehende und erfolgreich Gründen? – Glatter Selbstmord oder ein Lebensentwurf in Freiheit?”

Alleinerziehende, Jana Behr , Heldin des alltags

Zu Zweit ist besser als allein…

Letztens las ich sinngemäß folgende Seminarankündigung: “Alleinerziehende und erfolgreich Gründen? – Glatter Selbstmord oder ein Lebensentwurf in Freiheit?” Vor allem stolperte ich über das Wort Selbstmord. Schon lange finde ich, dass auch wenn ich alleinerziehend und, hach, auch selbstständig bin, manchmal ein bisschen zu viel Drama um unsere “Spezies” gemacht wird. Also, entweder ich sehe das Ganze zu wenig ernst oder ich habe das einzigartige Glück, ein wahnsinnig tolles Kind zu haben. Vielleicht, aber versuche ich das Leben einfach zu nehmen, wie es ist. Und, vor allem das Gute darin zu sehen – eine Liebeshymne an mein Kind…

Denn, sehen wir es doch mal andersherum. Was wäre, wenn ich nicht alleinerziehend wäre? Das hieße doch, ich hätte vielleicht gar kein Kind. Und, ganz ehrlich, lieber führe ich gleichzeitig ein DAX-Unternehmen als nur eine Sekunde nicht das unsagbare Glück zu haben, Mutter zu sein. Wieviele Angestellte gibt es, die zum Beispiel gar kein Kind bekommen können? Die sind doch jetzt nicht besser dran, als wir selbständigen alleinerziehenden Mütter, oder? Und überhaupt: Wer sieht eigentlich dabei die vielen Millionen verheirateten Frauen, die zwar finanziell abgesichert sind, aber der Mann so busy ist, dass er nur noch zum Schlafen nach Hause kommt (wenn er nicht bei seiner Sekretärin schläft…).

Immer alle Seiten betrachten

Mich stört die grundsätzliche Dramatisierung: Denn sind jetzt alleinerziehende angestellte Mütter besser dran? Ich würde sogar sagen, nein. Denn ich hatte so die Möglichkeit, meinen Sohn im Maxi-Cosi neben mir sitzen oder schlafen zu haben, während ich über die neueste Generation von Bohrhämmern oder den Dammbau schrieb. Ich kann nur sagen: Wenn er nicht neben meinem Schreibtisch so süß geschlummert hätte, wäre ich ob dieser tödlich unspannenden Themen an Langeweile gestorben.

Augen zum Dahinschmelzen

Der Blick aber auf diesen kleinen unendlich süßen Kerl hat mich immer daran erinnert, warum ich das alles tue. Und das Tolle war, im Gegensatz zu angestellten Frauen, konnte ich ihn eben immer um mich haben. Ich meine, vielleicht habe ich wirklich das unsagbare Glück, dass mein Kind von der ersten Sekunde an (ehrlich gesagt schon in meinem Bauch) einfach immer sehr pflegeleicht war. Übrigens bis heute, obwohl er voll in der Pubertät steckt. Insgesamt denke ich aber, wir fahren einfacher damit, das Gute zu sehen und einfach anzupacken als ständig darüber zu lamentieren, wie schwer wir es doch haben.

Aber sind Alleinerziehende gleich Aliens?

Klar ist Existenzgründen schon alleine eine Herausforderung und ich möchte auch nicht sagen, dass es immer ein Honigkuchenschlecken ist. Auch gibt es laut Statistik tatsächlich nur etwas über fünf Prozent Wahnsinnige (egal, ob Frau oder Mann), die sich alleinerziehend selbständig machen. Aber: Es gibt einem auch sehr viel mehr Freiräume, die angestellte Mütter wiederum nicht haben. Und, ich finde auch nicht, wie es in der Seminarbeschreibung weiter steht, dass wir jetzt gleich Übermenschen sind. Auch selbstmörderisch finde ich andere Dinge, aber nicht, trotz Selbständigkeit alleine ein Kind zu erziehen. Vielleicht sieht das bei drei Kindern anders aus…

Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben

Insgesamt glaube ich aber auch, dass ich einige Dinge anders mache als andere (alleinerziehende) Mütter. Vor allem handele ich nach einem Grundsatz, der jetzt wahrscheinlich großen Protest bei meinen Mitstreiterinnen hervorrufen wird. Ich habe ihn übrigens von meinem noch nie ein Cent für mein Kind bezahlenden Ex-Mann (nur, um noch eins drauf zu legen;)): “Wenn die Mutter glücklich ist, ist auch das Kind glücklich.”

Fünfe mal gerade sein lassen

Das heißt im Alltag, dass ich mal ‘ne Runde länger in der Sauna bleibe und mein 15-jähriger Sohn schon mal eine halbe Stunde länger auf sein Abendessen warten muss. Ja, ich gehe in die Sauna und mache sogar Sport. Oder, wenn ich zum Beispiel total im Stress wegen zu vieler Aufträge bin, dann muss der Wohnungsputz eben mal warten. Und, wenn ich mal gar keine Lust habe, zu kochen, freut sich unser Pizza-Lieferservice. Ich weiß, nicht leicht für Perfektionistinnen: Aber ich sage euch, es ist mal einen Versuch wert, einmal an euch zu denken und nicht immer nur an euer Kind.

Natürlich ist es nicht einfach…

Nicht falsch verstehen: Natürlich gibt es auch bei noch so viel Sonnenschein über die Freude über mein “Superkind” auch Schatten. So könnte ich jetzt über das ungerechte Steuergesetz lamentieren, dass Alleinerziehende allgemein nicht gut behandelt. Wahrscheinlich hätte ich auch schon tollere Jobs bekommen, wenn ich kinderlos wäre (aber vielleicht lag es auch an anderen Dingen). Ob meine bzw. die üblichen einen immer wieder einholenden Aufeinandertreffen mit dem Finanzamt jetzt wirklich an einem Kind liegen, wage ich zu bezweifeln. Auch tausche ich mein Kind gerne gegen zahllose Männer, die mit mir vielleicht liiert wären, hätte ich kein Kind (aber, wer hält schon so viele Männer aus? ;)).

Und ich muss schon zugeben, dass ich manchmal darüber nachdenke, wie toll es wäre als Angestellte Urlaub zu haben oder ein geregeltes Einkommen. Und ja, ich bin hin und wieder fix und fertig und am Ende. Aber ganz ehrlich: Wer ist das nicht? Ob jetzt alleinerziehend, angestellt, Mann oder Frau? “Et is so wie es it”, wie wir in Köln sagen. Aber mit Kind einfach um so viel schöner…

Meine Tipps für alleinerziehende Mütter:

  • Denkt daran: Euer Kind ist nur glücklich, wenn ihr es seid!
  • Lasst Fünfe mal gerade sein! Die Küche kann auch noch morgen aufgeräumt werden. Sie läuft euch ja nicht weg.
  • Seid sicher: Ihr tut euer Bestes! Weniger schlechtes Gewissen tut allen gut – euch und euerem Kind.
  • Ihr müsst nicht CEO eines DAX-Unternehmens, Putzfrau, Sterneköchin, Mutter, wunderbar sexy Liebhaberin usw. in einer Person sein. Es gibt zum Beispiel Putzservice-Dienstleister, Pizza-/China- oder sogar Sushi -Lieferservices!
  • Es ist wichtig, auch einfach mal das Gute zu sehen und nicht immer nur die Probleme. Schaut euren kleinen Liebsten in die Augen und freut euch, dass es sie gibt. Denn ohne wäre das Leben nur halb so schön.

Nützliche Links für alleinerziehende Mütter:

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