Blaugrün ist letztlich auch nur eine Farbe

Heldin des Alltags
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Heldin des Alltags

Hallo, ich bin Jana Behr und die "Heldin des Alltags"! Mein Blog ist eine Mischung aus "Sex and the City" und Literaturblog. Mein Wunsch: Euch ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern und für einen Moment vom Alltag abzulenken. Viel Spaß! Ich freue mich über ganz viele Likes!
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Das Leben ist doch schon seltsam. Da wünscht man sich so lange etwas und, wenn es dann da ist, dann ist es nicht grünblau genug, nicht rund genug, nicht genau so, wie man es sich gewünscht hat. Obwohl, dazu müsste man ja erst einmal wissen, was man überhaupt will. In meinem Fall geht es darum, dass ich nicht ganz genau bis auf den letzten Millimeter überlegt habe, wie denn mein nächster Mann so genau sein soll.

Blaugrün ist auch nur eine Farbe, Heldin des Alltags, jana Behr

Ganz oder gar nicht…

In den letzten Wochen ist hier viel passiert. Schönes, wie auch nicht so schönes. Auf jeden Fall verwirrendes. Und auch das kann gut oder nicht gut sein. Und, da es zu den Aufregungen meines Umzugs passt, will ich heute darüber schreiben, was passiert, wenn man nicht richtig, weiß, was man will. 

Eins vorweg: Diese neue Wohnung will ich auf jeden Fall! Wir haben so unendlich viel Glück gehabt. Es ist ein wunderschön sanierter Altbau und wir haben die besten Vermieter der Welt. Gerade, zum Beispiel, schreibe ich hier vor dem wunderschönen verklinkerten Haus mit grünen Fensterläden auf einer Holzbank, die meine Vermieterin extra dafür dorthin gestellt hat. Und nicht genug: Neben mir steht ein voll in rot blühender Oleander.

Verstehe einer die Männer!

Das mit den Männern ist dann schon nicht ganz so einfach. Ich habe ja, was man sich nach dem letzten Text denken kann, einen eigentlich echt netten Mann kennen gelernt. Wir lachen und reden viel und auch sonst ist alles ziemlich außergewöhnlich. Jetzt ist es aber so, und da komme ich auf das nicht richtige Wünschen zurück, dass er sich derzeit in einer Phase befindet, in der ich gar nicht reinpasse. Kennt man ja schon mal so von den Männern. Doof nur, dass er mich eigentlich mag. Eigentlich deshalb, weil ich bis gestern, in seinen Augen gar nicht mit ihm zusammen war. Und das nach drei Wochen jeden Tag sehen. Die Bombe platzte in einem beiläufigen Gespräch vor ein paar Tagen nachts. Während ich schon gar keinen Gedanken an diese für mich völlig obsolete Frage verschwendet habe, war ihm wohl nicht im Ansatz klar, was das denn jetzt alles ist. Ja ja, die Männer sind eben ein bisschen langsam oder anders oder vom Mars. Aber egal.

Wer “A” sagt, muss auch “B” sagen

Ich glaube, jeder kann sich vorstellen, was das für ein Schock ist, wenn der eine, ich nämlich, schon voll in die Zukunftsplanung eingestiegen ist, und der andere gar nicht weiß, ob es eine Zukunft gibt. Jedenfalls führte das zu einer wirklich grauselig verheulten Nacht mit dem Ergebnis, dass wir so weitermachen wollten als vor diesem voll blöden Gespräch. Außerdem sollte es erst einmal dabei bleiben, dass wir unserer Sache keinen Namen geben. Na ja, was man sich so vornimmt. Geht natürlich nicht. Das ist, wie das mit dem berühmten Damoklesschwert. Jederzeit kann es auf dich runterrasseln. Bei uns passiert es, als er ziemlich spät noch zu mir kommen wollte, nachdem wir eigentlich normal verabredet waren und ich sollte auch noch dafür sorgen, dass eventuell noch Essen übrig ist. Da platzte mir die Hutschnur. Rechte genießen, Pflichten umgehen, die es in einer normalen Beziehung halt so gibt.

Ganz oder gar nicht

Nicht, dass man mich jetzt falsch versteht: Auch wenn ich kochen und alles in der Küche nicht zu meinen Lieblingshobbies zähle, würde ich für meinen Freund sogar nachts noch aufstehen und kochen. Für einen Mann, der aber nicht genau weiß, was er mit mir eigentlich will, nicht. Basta. Das ist so. Wurde zwar im Nachhinein noch diskutiert. Da lasse ich mich aber nicht von abbringen. Ich finde, entweder man steht zu etwas oder zu jemandem oder halt nicht. Gefühle hin oder her. Da bin ich ziemlich rational. Außerdem kann ich mit halben Sachen überhaupt nicht umgehen. Ich bin ja auch nicht halb, sondern ganz. Meine Meinung – jedem steht die seine zu.

Eine runde Sache

Jedenfalls führte das zu einem Entscheidungsgespräch. Ich muss zugeben, dass es da für mich nur eine Möglichkeit gab: eben ganz oder gar nicht. Letztlich fragte er mich, ob ich mit ihm gehen will, was ich ja schon wieder richtig süß fand und ich sagte nach ein paar Sekunden, um die Dramatik etwas zu steigern: “Ja”.

Ob jetzt eine Beziehung länger hält als eine “Sache”, weiß ich ehrlich gesagt nicht, aber ich fühle mich jetzt wenigstens nicht halb, sondern ganz. Und das, da bin ich mir sicher, wünsche ich mir – ganz genommen zu werden.

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