Blubbern bis zum Ende

Heldin des Alltags
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Heldin des Alltags

Hallo, ich bin Jana Behr und die "Heldin des Alltags"! Mein Blog ist eine Mischung aus "Sex and the City" und Literaturblog. Mein Wunsch: Euch ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern und für einen Moment vom Alltag abzulenken. Viel Spaß! Ich freue mich über ganz viele Likes!
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Kennt ihr diese Menschen, die nie Luft holen und euch in einem Gespräch einfach nicht zu Wort kommen lassen? 

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Blubb, blubb, blubb… © Laurette57, Pixabay

Kennt ihr diese Menschen, die nie Luft holen und euch in einem Gespräch einfach nicht zu Wort kommen lassen? Auch wenn sie rein physisch eigentlich überhaupt keinen Sauerstoff mehr im Körper und schon gar nicht mehr im Gehirn haben dürften – sie blubbern noch immer. Es scheint sie auch gar nicht zu interessieren, dass ihr vielleicht das Thema, über das sie gerade reden, studiert haben und sie selber ihr „ach, so tiefgreifendes“ Wissen nur aus der letzten Frauenzeitschrift haben. Nein, sie sind einfach nicht zu stoppen. Genauso ein Mensch bin ich. Ich lasse nie jemanden ausreden. 

Jetzt ist es nicht so, dass mir dieses Fehlverhalten erst seit neuestem klar wäre. Ich arbeite seit ca. 20 Jahren daran, es meinen Mitmenschen einfacher zu machen, auch einmal von sich zu erzählen, mir ihre Meinung mitzuteilen oder einfach mal kurz über das Gesagte nachzudenken. Glaubt mir. Ich arbeite hart daran.

Lösungsstrategien

Woran es liegt, dass ich keinen anderen zu Wort kommen lasse, darüber habe ich natürlich schon oft nachgedacht. Wenn ich ganz ehrlich bin, und das bin ich hier ja, ist es tatsächlich so, dass ich einige Menschen total langweilig finde, andere sind mir schlicht und einfach zu langsam. Bei wieder anderen bin ich einfach abgelenkt und höre wirklich gar nicht zu. Nicht, weil ich jetzt grundsätzlich so unhöflich oder arrogant wäre, aber mein Gehirn rast von einem Gedanken zum nächsten, sodass ich Angst habe, ihn vielleicht nicht mehr einzuholen, wenn ich einen Augenblick beim Gesagten stehen bleibe. Andersherum bin ich auch total vergesslich. Schon in der Schule und im Studium habe ich alles mitgeschrieben. Aber man kann ja schlecht im Café seine Gedanken und Ideen zum Gesprächsthema mitschreiben, um sie dann an gegebener Stelle anzubringen. Obwohl … wäre vielleicht eine Idee… .

„Das ist alles nur in meinem Kopf.“

Manchmal denke ich, ich bin echt zu sehr mit mir selber beschäftigt, als dass die Worte von anderen noch in meinen Kopf passen würden. Und gleichzeitig bin ich doch so neugierig darauf, Neues von Menschen zu erfahren. Denn es ist wirklich nicht so, dass mich andere nicht interessieren. Das ist schließlich auch die Grundlage dieses Blogs. Mein Sohn meinte vorhin, dass wir jetzt doch glatt 10 Sekunden ein Gespräch geführt hätten. Das müsste er sich im Kalender rot markieren. Und jetzt kippt ein eigentlich lustiges und leichtes Thema ins Dramatische, merke ich gerade, und deshalb gehe ich jetzt erst einmal zum Yoga. Da wird nicht geredet.

Alles auf einmal

Eine sehr meditative Stunde Yoga und ein Gespräch mit meiner besten Freundin später, die ich gefragt habe, ob ich ihr auch nie zuhören würde, bin ich auf ein seltsames Phänomen gestoßen. Sie sagt, ich würde ihr immer zuhören. Mmmh, da bin ich jetzt überrascht. Was ist da anders? Wir reden beide immer gleichzeitig. Verstehen uns aber und fragen und antworten sozusagen in Stereo. Wir ticken sozusagen im Gleichtakt. Und das erinnert mich wiederum an meine Kindheit als wir Zuhause mit meiner Mutter und meiner Schwester immer zu dritt synchron geredet haben. Jeder Außenstehende ist damals schier wahnsinnig geworden.

Für mich ist es also normal, beides parallel zu tun: reden und zuhören. Für den größten Rest der Welt aber nicht. Also, lieber Rest der Welt: Ich glaube, ehrlich gesagt nicht, dass ich noch viel an meiner Unart ändern kann. Deshalb bitte ich euch, sie zu entschuldigen. Und ein Gutes hat das Ganze ja: Ich bin euch nie böse, wenn ihr mich unterbrecht.

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