Fremdgehen – wer ist hier die Bitch?

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Hallo, ich bin Jana Behr und die "Heldin des Alltags"! Mein Blog ist eine Mischung aus "Sex and the City" und Literaturblog. Mein Wunsch: Euch ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern und für einen Moment vom Alltag abzulenken. Viel Spaß! Ich freue mich über ganz viele Likes!
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Heute möchte ich über ein eher heikles Thema schreiben. Irgendwie geht es mir seit Wochen nicht aus dem Kopf. Obwohl es schon seit vielen Jahren keinen Berührungspunkt mehr zu mir gibt:  Ich möchte über das Fremdgehen reden, vor allem das, von angeblich glücklich verheirateten Männern. 

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So sieht die Lösung auch nicht aus… . © www.islieb.de

Heute möchte ich über ein eher heikles Thema schreiben. Irgendwie geht es mir seit Wochen nicht aus dem Kopf. Obwohl es schon seit vielen Jahren keinen Berührungspunkt mehr zu mir gibt:  Ich möchte über das Fremdgehen reden, vor allem das, von angeblich glücklich verheirateten Männern. Noch immer ein ziemliches Tabuthema. Wenige Frauenzeitschriften wagen sich da ran. Und, wenn, in traurigen Fallgeschichten und immer aus der Sicht der betrogenen Ehefrau. Ich will es ein bisschen spannender machen: Ich schreibe aus der Sicht der betrügenden Komplizin.

Jetzt ist der eine oder die andere bestimmt neugierig geworden. Vor allem dabei, dass ich gesagt habe, es hätte seit längerem keinen Touchpoint zu meinem Leben gegeben. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ich früher mal auf der dunklen Seite der Macht stand. Und, nun ja, so war es. Ich bin darüber nicht unbedingt stolz. Aber meine Devise war damals, dass alle Beteiligten, vor allem der Betrüger und die Betrogene, erwachsen sind. Nicht mich traf die Schuld, denn ich war ja solo, sondern wenn, dann den Mann. Da gibt es bestimmt zahlreiche andere Meinungen, aber ich finde, jeder ist ganz alleine für sein Leben verantwortlich.

Beziehungsersatz für die Werktage

Ganz neu bin ich jetzt auf dieses Thema gestoßen, weil ich ja einen weiteren Versuch in einem Online-Portal starte. Und, es ist kaum zu glauben: da wird mal eine Ersatzfrau für die Woche gesucht, weil es eine feste Wochenendbeziehung gibt, oder die Ehe ist langweilig und man braucht ein wenig Auffrischung oder aber Mann ist auf dem Absprung.

Sind Männer einfach nur Schweine…

Aber warum machen Männer das? Warum trennen sie sich nicht einfach von ihrer Frau? Ich habe so oft miterlebt, dass Frauen sich verlieben und Hals über Kopf ihr warmes Nest verlassen und sich ein neues bauen. Erst gerade neulich traf ich eine Bekannte, die das gemacht hat. Hut ab! Welche Konsequenz!

Männer sitzen das eher aus. Zuhause wird auf heile Welt gemacht und bei der Geliebten geht es rund. Das Ego wird aufpoliert. Der nicht mehr vorhandene Nervenkitzel wiederbelebt. Anstatt sich einfach einen neuen Sportwagen zu kaufen… wobei – den hat man sich ja gerade erst vor einem Monat gekauft. Irgendwie seltsam, dass Frauen gehen und Männer stehen. So oder so ähnlich kann man das auf den Punkt bringen.

… oder einfach ein Rätsel?

Man könnte ja jetzt weiter auf den Männern herumtrampeln, aber Betrug wird mir ehrlich gesagt immer ein Rätsel bleiben. Verstehe ich nicht. Wäre mir viel zu anstrengend und vor allem führt es ja zu nichts. Aber viel spannender ist ja jetzt die Frage, warum habe ich das nur, na ja, 2,5 Mal (einmal war der Mann nicht verheiratet) gemacht? Ich hätte ja weiterhin meiner Einstellung treu sein können (was für ein Wortspiel!…) und darauf beharren können, dass ich ja keine Schuld daran trage. Nun, ich muss sagen, das hat einen wiederum egoistischen Grund: zweimal war ich unglücklich verliebt und ich hatte einfach die Nase voll.

Naiv ohne Ende

Nach einer euphorischen Phase, in der Frau sich einbildet, wirklich die eine wahre Liebe für den Mann zu sein, der schon seit zehn Jahren faktisch sein Leben mit einer anderen teilt und man sich  ja real gesehen, völlig was vormacht, denn die zehn Jahre muss man erst einmal schaffen; glaubt Frau aber wirklich daran, dass alles gut geht. Mann einfach Kind und Kegel und Haus und Auto und Boot und Ferienhaus und letztlich seine Kinder verlässt… .

Mit ganz viel Eis die Wunden lecken

Hier ein Tipp für die naiven Frauen, die gerade das Gleiche durchmachen, wie ich damals: Ganz ganz schnell ganz ganz weit weglaufen und das geliebte iPhone einfach in den Rhein werfen, sich zehn Riesentöpfe Häagen Dazs kaufen, sich damit einige Tage in der Wohnung einsperren und davor die Klingel abschalten! Glaubt mir, ich weiß, wie schwer das ist und ich habe ehrlich gesagt in einem Fall Jahre gebraucht, um wirklich davon los zu kommen… . Sogar heute gibt es noch Rückfälle, aber es bringt nichts! Die seltenen Exemplare, die ich kenne, in denen Männer so mutig waren und wirklich der Liebe zuliebe alles im Stich gelassen haben, kann ich an einer Hand abzählen. Ich meine, wenn das passiert, bleiben diese Beziehungen meist bis zum Lebensende bestehen, aber, wie gesagt, das sind extreme Ausnahmen.

Alle leiden

Apropos arme betrogene Ehefrau: In den beiden Fällen, die ich live miterlebt habe, gab es eine Art Agreement. Irgendwie irgendwo wussten die beiden Frauen, dass sie betrogen wurden. Die eine war später klug genug, sich selber eine neue glückliche Liebe zu suchen. Die andere wusste es, hat es aber ausgesessen. Vielleicht auch nicht dumm. Denn, wer den längeren Atem hat… .

Was ich mit diesem Beitrag eigentlich will? Zum einen mal aussprechen, was nie jemand anspricht. Und eines festhalten: In dieser unschönen Dreier-Konstellation ist keiner wirklich schuld. Es gibt immer einen Grund, warum so etwas passiert. Jeder muss für sich einen Weg finden, damit umzugehen … und nicht nur die Komplizin des Betrügers ist die Bitch. Jeden der Drei trifft ein Quäntchen und jeder der Drei leidet auch.

Und, ich verspreche: der nächste Beitrag wird wieder lustig… .

 

PS: Liebe Ehefrauen, auch wenn ich jetzt einmal eine Lanze für die „Böse“ gebrochen habe, bedenkt: Die sucht auch nur ihr Glück und ist einfach zu naiv. Ich möchte mich bei euch entschuldigen. Aber auch ihr dürft nicht einfach die Augen davor verschließen und den anderen Beteiligten alleine die Schuld in die Schuhe schieben. Denn, es gibt immer einen Grund… . 

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