Fußball EM 2016: Wie ich zur Fußballversteherin wurde…

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Hallo, ich bin Jana Behr und die "Heldin des Alltags"! Mein Blog ist eine Mischung aus "Sex and the City" und Literaturblog. Mein Wunsch: Euch ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern und für einen Moment vom Alltag abzulenken. Viel Spaß! Ich freue mich über ganz viele Likes!
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Ich bin Frau und interessiere mich für Fußball. Und, ja, ich stehe dazu. Auch wenn ich um mich herum noch nicht einmal einen Mann kenne, der auf Fußball steht. Das ist verwirrend.

Fußball EM 2016, Heldin des Alltags

Der Ball ist rund und der Rasen grün … Foto: Smirnoff-nw, pixabay

Ich bin Frau und interessiere mich für Fußball. Und, ja, ich stehe dazu. Auch wenn ich um mich herum noch nicht einmal einen Mann kenne, der auf Fußball steht. Das ist verwirrend. Früher war das anders. Da konnte ich beim EM- oder WM-Fußballschauen wenigstens noch mit Männern „fachsimpeln“. Auch wenn ich da oft eines besseren belehrt wurde. Aber wenigstens war das noch richtig herum. Heute bin ich in meiner Freundes-Clique „Die Fußballversteherin“. Wie es dazu kommen konnte… 

Jetzt ist ja gerade Fußball EM 2016 … Nur für die, die noch weniger über Fußball Bescheid wissen als die lieben Menschen, die mich umgeben… 😉 Aber ich denke, wenigstens das müsste jeder mitbekommen haben. Aber, wer weiß… Mich wundert gar nichts mehr…

An allem schuld: Klaus Fischers Fallrückzieher

Meine erste Fußballerinnerung, die sich bei mir eingebrannt hat und mich als kleines Mädchen wahnsinnig fasziniert hat, war der legendäre Fallrückzieher von Klaus Fischer 1977 im Spiel Deutschland-Schweiz, der auch Tor des Jahrhunderts wurde. Das habe ich damals als gerade siebenjähriges Mädchen mit meiner Oma live geschaut. Mag es zum einen die schöne Erinnerung an diesen Tag mit meiner Großmutter sein … und anscheinend liegt die Leidenschaft wohl in der Familie… Denn welche Oma schaut schon mit ihrer Enkelin Fußball? Jedenfalls weiß ich noch: Ich saß mit offenem Mund da und war irre fasziniert.

Fußball-Know-how als Verführungstaktik

Später habe ich dann beim Samstagswochenputz immer die Fußballkonferenz auf WDR 2 gehört. Ich muss zugeben, dass das damals ein reines Verführungsinstrument war, um den Freund, den ich damals hatte (ja, damals gab es noch Männer , die sich für Fußball interessierten), noch mehr von mir zu überzeugen. Oder, wenn ich gerade Single war, von mir zu überraschen: „Oh, ah, eine Frau, die sich für Fußball interessiert“. Heute hätte ich damit keine Chancen mehr. Denn, wie gesagt, habe ich schon lange keinen mehr Mann mehr getroffen, der sich nur im Ansatz für Fußball interessiert.

Fußball ist wie Schach, nur schneller und überraschender

Fußball hat mich, wie gesagt, schon immer interessiert. Ich finde es irre, wie sich Spiele innerhalb von Sekunden wenden können. Durch die 22 Spieler ergeben sich schier unendliche Möglichkeiten für Spielverläufe. Es ist wie Schach, aber um so viel schneller, überraschender. So viele Faktoren spielen eine Rolle. Ich finde es faszinierend. Ich liebe dieses Zusammenspiel von Sport, Taktik, Kraft, Schnelligkeit und Intelligenz (meistens jedenfalls;)).

Und nett aussehen tun sie auch…

Aber, wenn ich ganz ganz ganz ehrlich bin, kommt noch was anderes hinzu: Ich finde die „Kerls“ auf dem Feld auch ganz attraktiv. Begonnen hat das mit der Fußball WM 1990. Besser gesagt mit Klinsi und Riedle. Ich fand die beiden im Doppelpack im Sturm vorne damals einfach atem(be)raubend. Ja ja, jetzt lachen alle. Ich wurde letztens bei meiner Schwärmerei auf das Goldkettchen von Riedle aufmerksam gemacht. Ist mir damals gar nicht aufgefallen. Obwohl, ich schaue mir gerade alte Bilder von den beiden an. Aber, was soll’s. Damals hatten wir noch andere Geschmäcker. Davon ab, dass Riedle auch heute echt noch schmuck aussieht, hatte auch Klinsi damals einen süßen Surfer-Blondschopf. Und Maradona hat damals geweint. Bei der WM 2014 fand ich Forlan von Uruguay ja auch ganz nett. Und in diesem Jahr würde ich ein paar von den Italienern (von denen ich ja finde, dass sie eine faszinierende Abwehr haben), Franzosen und auch den Polen (Nicht wahr, A….?) nicht von der Bettkante stoßen.

Verkehrte (Fußball)Welt

Jedenfalls wurde ich aufgrund dieser Umstände kurzerhand zur EM-Koordinatorin in unserem Freundeskreis bestimmt. Und, wenn sich dort auch Männer finden, haben die keine wirkliche Ahnung von Fußball und auch kein wirkliches Interesse. Was zur seltsamen Kuriosität führt, dass bei zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen tatsächlich ich gefragt werde, was ich dazu meine. Tststs… Man könnte jetzt fragen, was aus unserer Welt geworden ist. Warum Frauen nach Fußball gefragt werden und Männer besser kochen können. Sogar mein Sohn antwortete mir letztens als ich mal sagte, dass ich gerne so richtig Ahnung von Fußball hätte: „Wieso, du hast doch Ahnung…“. Welch Adelung…

Übrigens, liebe ich EMs und WMs wirklich. Schon vor zwei Jahren habe ich nur ein Spiel verpasst und auch diese EM allerhöchstens zwei oder drei und damit meine ich von allen Spielen. Schade nur, dass das Wetter so schlecht ist. Irgendwie will die Stimmung, die sonst solche Fußball-Events begleitet, nicht wirklich aufkommen. Aber vielleicht kommt das ja noch. Laut Wetterbericht soll ja Mitte der Woche endlich der Sommer beginnen… Na dann, viel Spaß noch! Und „unseren Jungs“ für Dienstag endlich die Durchsetzungskraft, die sie vor zwei Jahren zu Weltmeistern gemacht hat!

PS: Und Jungs, ich weiß sogar, was Abseits heißt… Jedenfalls so ungefähr. Also, wenn im Augenblick der Ballabgabe des Angreifers ein angreifender Spieler angespielt wird, der zwischen Torwart und letztem Mann der anderen Mannschaft steht, ist das Abseits. So grob gesagt. Ich weiß, ich weiß, da gibt es auch zahlreiche Varianten und Auslegungsmöglichkeiten. Aber wir wollen es den anderen doch nicht zu kompliziert machen, oder? 😉

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