Haar-Geschichten und andere Stories

Heldin des Alltags
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Hallo, ich bin Jana Behr und die "Heldin des Alltags"! Mein Blog ist eine Mischung aus "Sex and the City" und Literaturblog. Mein Wunsch: Euch ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern und für einen Moment vom Alltag abzulenken. Viel Spaß! Ich freue mich über ganz viele Likes!
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Frauen und ihre Haare … Da habe ich ganz aktuell eine Geschichte zu erzählen – ich möchte es fast eine Haarodyssee nennen.

Haar_HeldindesAlltags

Haarige Geschichte… © RyanMcGuire, Pixabay

Frauen und ihre Haare … Da habe ich ganz aktuell eine Geschichte zu erzählen – ich möchte es fast eine Haarodyssee nennen.

Also, sie begann vor mittlerweile drei Wochen … Aber ich möchte noch ein paar Jahre zurückgehen. Ich bin bekannt dafür, dass ich gerne mit meinen Haaren herumexperimentiere: So habe ich schon im Alter von 12 Jahren meine erste Dauerwellen (von Polykur) von meiner Mutter verpasst bekommen, die früher Friseurin war und auch mit diversen Ponyverschnitten ihren nicht gelebten Berufstraum an mir austobte. Später dann erfreute ich Friseure mit meiner Offenheit gegenüber Farben, Ideen und Schnitten. Meist dachte ich mir selber etwas aus. So sind zum Beispiel auch die dicken blonden Blocksträhnen, die vor ca. 15 Jahren voll in waren – und da bin ich mir ziemlich sicher – von mir erfunden worden. Damals wurde ich wirklich überall darauf angesprochen. Ich hatte auch schon mal, zwar nur für vier Tage, orange lilane Blockstreifen.

Na ja, jedenfalls war ich der Traum eines jeden Friseurs, der sich mal kreativ austoben will. Aber in den letzten Jahren ist es stark mit experimentellen Einfallen zurückgegangen, na ja stimmt nicht ganz, vor einem Jahr habe ich es mal mit einem Altrosa versucht, allerdings waren meine Haar zuvor nicht blond genug und es wurde nur ein leichter Rosétouch.

Frau braucht öfter mal eine Veränderung

Jana, Behr, Heldin, Alltag

Gold-gelb-Blond

Aber gut. Was soll ich sagen? Mir wurde es zu langweilig. So habe ich vor ungefähr drei Wochen meine Friseurin genötigt, mich total aufzuhellen. Ich hatte dabei einen unangestrengten eher aschfarbenen Blondton im Kopf (Die Herren können gerne an dieser Stelle aussteigen. Ich freue mich aber, dass ihr es bis hierher ausgehalten habt.;)) Tja, wie es halt so ist, Menschen und ihre unterschiedlichen Vorstellungen … . Jedenfalls kam am Ende ein eher grelles (Gold)gelb heraus. Meine Friseurin fand die Farbe „sehr schön“ und als ich vorsichtig bemerkte, ob es nicht doch zu gelb sei, verneinte sie es vehement. Nun gut. Sie hat einen sehr überzeugenden Charakter. Ich ging nach Hause und schoss noch frohgemut dieses Bild:

Selbst ist die Frau …

Am nächsten Tag traf ich mich mit einem Freund, der sich sehr zusammenriss, mir aber sofort einen Friseurbesuch spendiert hätte. Was soll man davon denken? Jedenfalls konnte ich mich mit dem Gelbton irgendwie nicht arrangieren, also holte ich mir, nach sorgfältiger Recherche, eine Art Silberton-Farbe zum Mattieren. Und färbte mir meine Haare zum ersten Mal nach 20 Jahren selbst. Wir werden gleich noch hören, warum ich dies nie wieder tun werde. Tatsächlich sah ich danach nicht mehr wie eine Sonnenblume aus, sondern kam einem goldigen Blond schon sehr nahe.

Jana, Behr, Heldin, Alltag

Orange-Grün-Gelb-Rot-Blond

Alles gut, so ungefähr eine Woche. Obwohl ich mich schon wunderte, warum niemand sagte: „Ah, du warst ja beim Friseur. Schöne Farbe und so!“ Normalerweise bekommt man ja so was zu hören, wenn es starke Veränderungen gibt. Die erste krasse Reaktion erhielt ich von meiner besten Freundin, die meinte, dass das schrecklich aussehen würde und ich gar nicht wiederzukennen sei. Das saß. Dabei war das Gelb doch schon echt fast weg… . Das Ganze hatte zur Folge, dass ich abends noch in den Laden bin, um mir eine Haarfarbe im Aschbereich zu holen. Zuhause ab in die Haare. Und das war gar nicht gut. Nicht nur, dass mir am nächsten Tag meine ganze Kopfhaut brannte, ich hatte jetzt zwar endlich aschfarbene Haare, aber in einem seltsamen Gemisch von Gelb, Orange, Grün … . Ich traute mich nicht mehr raus und wusch die Haare bestimmt zehnmal und machte zwei Haarkuren an einem Tag.

Jana, Behr, Heldin, Alltag

Bronzeglitzerndes Ombré

Die zwei Tage bis zu einem zwar echt teueren, aber auch wirklich guten Friseur, traute ich mich nicht vor die Tür. Jetzt bin ich wieder ziemlich dunkel, aber wir haben einen sanften Ombréverlauf integriert, damit es mir nicht zu langweilig wird…;).

 

 

Geht es wirklich um Haare?

Und die Moral von der Geschicht‘? Tja, ich könnte sagen, traue deiner Friseurin nicht … . Aber ich wäre nicht ich und die Geschichte wäre ja ziemlich platt, wenn ich mir nicht noch ein paar Gedanken dazu gemacht hätte.

Denn ich habe mich im Laufe der drei Wochen gefragt, vielleicht ist es ja gar nicht die Haarfarbe, mit der ich nicht zufrieden bin? Vielleicht will ich einfach wieder wie früher aussehen als ich noch jünger war? Es geht nicht nur um Haare, sondern um die Veränderung, die einhergeht damit, dass man älter wird.

Es ist eine erst einmal nicht ganz leicht zu verdauende Erkenntnis, dass man trotz tollster Kosmetikerin der Welt, trotz Detoxing und auch trotz Trampolin (habe seit einer Woche eins, super!) vielleicht nie mehr so aussehen wird, wie noch vor 15 Jahren! Und vielleicht braucht es einfach eine gewisse Zeit, damit zurechtzukommen, loszulassen und dann auch mit einem etwas gedeckteren Farbton weiter durchzustarten … .

Wie sehen Euere Erfahrungen mit Haarfarben oder dem Älterwerden aus? 

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