Aus der eigenen Umlaufbahn katapultiert

Heldin des Alltags
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Heldin des Alltags

Hallo, ich bin Jana Behr und die "Heldin des Alltags"! Mein Blog ist eine Mischung aus "Sex and the City" und Literaturblog. Mein Wunsch: Euch ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern und für einen Moment vom Alltag abzulenken. Viel Spaß! Ich freue mich über ganz viele Likes!
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……………………. das war jetzt eine lange Pause. Nicht die Pünktchen, sondern die Schreibpause. Und, es ist gar nicht so einfach, wieder reinzukommen.

Selbstmitleid, Jana Behr, Heldin des Alltags

Einfach mal um einen anderen Planeten kreisen…

……………………. das war jetzt eine lange Pause. Nicht die Pünktchen, sondern die Schreibpause. Und, es ist gar nicht so einfach, wieder reinzukommen. Zumal mir die „Tage zwischen den Jahren“ (was für ein blödsinniger Begriff… zwischen die Jahre passt nicht eine hunderttrillionste Sekunde rein, aber gut…) vorkommen, wie Lichtjahre. Da gibt es sozusagen einen Zeitpunkt vor und nach Jana Behr reloaded. Aber von Anfang an.

Wie fast jedes Jahr war ich mit einem guten Freund vor Weihnachten unsere obligarische Gans essen. Allerdings hatten wir uns über zwei Jahre nicht gesehen. Wir erzählten also dies und das. Und, wie immer erläuterte ich meine berufliche Situation. Dazu muss man sagen, dass mein Freund durch und durch ein sehr straighter Atheist und das heißt bei ihm nicht nur, dass er null religiös ist. Er ist, glaube ich, der realistischste Mensch, den ich kenne, der jede Form von „Ich glaube…“ innerhalb von zehntel Sekunden pulverisiert. Und so wunderte er sich, dass ich erzählte, ich würde immer so viel arbeiten und doch kam ich in seinen Augen irgendwie nicht auf den grünen Zweig. Am Ende meinte er dann: „Am besten, du gehst putzen, da verdienst du mehr.“ Davon ab, dass ich zwar ganz ok putze, aber es, wie wir wissen, hasse, habe ich kurz geschluckt.

Im Selbstmitleid ganz groß

Im Prinzip war er genervt davon, dass er über Jahre keine wirkliche Veränderung sah. Erst wunderte ich mich, weil ich meine Situation, vor allem geschockt durch die heftige Reaktion, gar nicht so hoffnungslos empfand. Ich fühlte mich eiskalt erwischt, wusste aber noch nicht warum. Und dann hat es ganz laut „Klick“ gemacht. Warum auch immer, da gibt es bestimmt Gründe für, scheine ich dieses Auswalzen des Negativen zu brauchen. Weiß nicht, ob ich getröstet werden will oder was auch immer.

Lerne klagen, ohne zu leiden

Auf jeden Fall war es für mich eine Erleuchtung: Denn, ich arbeite zwar viel, aber auch nicht 14 Stunden am Tag. Irgendwie war es so rübergekommen, dass ich Tag und Nacht rödele. Der Punkt ist aber, dass ich einiges in meinem Leben bis zu diesem Augenblick viel schlechter wahrgenommen habe, als es tatsächlich ist. Ein Exfreund von mir schenkte mir mal ein Schild mit „Lerne klagen, ohne zu leiden“. Anscheinend war ich schon immer eine kleine Drama-Queen… Das Tolle an der Bemerkung meines Freundes aber war, dass ich mit einem Mal begriff, dass ich meine Außen- und auch Innenwirkung selbst in der Hand habe.

Und, ob ihr es mir glaubt oder nicht: Innerhalb einer hunderttrillionster Sekunde hatte sich mein Leben geändert. Irgendetwas ist durch diesen sehr tiefen innerlichen Klick passiert. Seitdem höre ich Freunden mehr zu, bewege mich insgesamt mehr in die Außenwelt. Meine Schwester meinte letztens, sie müsse sich erst einmal daran gewöhnen, dass ich wirkliches Interesse an ihr zeige (obwohl ich sie natürlich immer lieb gehabt habe) und auch im Job läuft alles mehr als rund. Ich habe aufgehört, um mich zu kreisen und wurde so richtig schön ins Leben katapultiert…

Manchmal ist es vielleicht ein Schock, die Wahrheit über sich zu erkennen, aber ich bin der Ehrlichkeit meines Freundes sehr dankbar. Wie ist das bei euch? Habt ihr auch solche Augen-Öffnungs-Momente erlebt? 

 

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