Eine etwas andere Wohnungsanzeige…

Heldin des Alltags
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Heldin des Alltags

Hallo, ich bin Jana Behr und die "Heldin des Alltags"! Mein Blog ist eine Mischung aus "Sex and the City" und Literaturblog. Mein Wunsch: Euch ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern und für einen Moment vom Alltag abzulenken. Viel Spaß! Ich freue mich über ganz viele Likes!
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Menschen, die mich kennen, wissen, dass es ein Sache gibt, die ich sehr oft tue. Vor allem im Vergleich zu anderen… . Gerade wollte ich fast sagen, dass ich es sogar leidenschaftlich gerne mache. Aber soweit will ich dann nach ein bisschen in mich Hineinhören doch nicht gehen… . Was ich meine? Umziehen! Nein, nicht Klamotten. Sondern uns, sozusagen Pepe und mich, und unsere ungefähr 50 Kartons, vollgestopft mit Büchern und allem möglichem Kram und unsere vier Billy-Regale… .

… und leider noch tausend andere Dinge. Ich glaube, ich bin in meinem Leben schon ungefähr 20 Mal umgezogen. Oder öfter. Als Kind einmal in München. Dann in ein kleines Kaff, namens Bückeburg, da nur zweimal (das zieht meine Quote ein bisschen in den Keller), dann mit Anfang siebzehn alleine nach Essen, weil ich ja Tänzerin werden wollte. Da bin ich alleine achtmal umgezogen, na ja alleine, ist untertrieben, da hatte ich dann schon eine kleine Familie. Dann nach Köln. Das war 2006, zur WM-Zeit, das weiß ich noch, weil wir am 1. Mai umgezogen sind und es da ganz schrecklich geregnet hat, und ab dem 2. Mai schien dann bis zum 6. August strahlend die Sonne. Ich weiß noch, am ersten Kindergartentag von Pepe bin ich durch Rodenkirchen geradelt und dachte, ich bin im Urlaub. So, nicht vom Thema abkommen…;) Hier bin ich in den letzten neun Jahren vier Mal umgezogen. Ja, ich weiß, in einer Wohnung bin ich sage und schreibe ganze fünf Jahre geblieben…;) Jetzt nochmal zusammenzählen. Oh, sind nur 17 Wohnungen, aber na ja, reicht trotzdem. Wahrscheinlich habe ich auch den einen oder anderen Umzug auch vergessen… .

Umziehen als Hobby?

Warum ich so oft umziehe? Tja, gute Frage. Manchmal passte es einfach mit dem Mann, manchmal mit der Stadt und wenige Male einfach mit der Wohnung nicht mehr. Und ich muss zugeben, hatte ich die letzten Jahre nie ein Problem mit dem Ein-und Auspacken, ging es mir im letzten Juni doch ziemlich auf den Geist. Man wird ja auch nicht jünger und die Sachen werden, auch wenn sie bei jedem Umzug ausgemistet werden, nicht weniger. Apropos ausmisten: Das ist ja echt das Tollste am ständigen Wohnungswechsel. Man sortiert regelmäßig aus und hat immer den Überblick über sein Hab und Gut. Der Nachteil: Man findet nichts mehr wieder. Besonders fatal bei Quittungen, wenn ich wieder einmal eine kaputte Benetton-Hose umtauschen möchte. Das Gute: Beim übernächsten Umzug finde ich die Quittungen wieder. Nur sind dann die Hosen schon ausgemistet. 😉 Es gibt auch Kisten, die wandern einfach ungeöffnet in den nächsten Keller. Was da drin ist, weiß ich einfach nicht mehr.

Es gibt auch schöne Wohnungen

Grundsätzlich hatte ich mit den Wohnungen eigentlich immer Glück, auch mit den Vermietern. Fast nie brauchte ich einen Handwerker. Dass das alles Glückstreffer waren, weiß ich spätestens nach dem Einzug in meine aktuelle Wohnung. Es ist kaum zu glauben, aber innerhalb eines Jahres gaben sich 17 Handwerker die Klinke in die Hand. Es fing schon vor dem eigentlichen Einzug an. Es gab keinen Klingelkasten… . Ist einfach vergessen worden. Unpraktisch für den vierten Stock. Ich bin ja begeisterter Fitnessanhänger, aber jedes Mal vier Etagen runterlaufen? Und wieder hoch? Nicht so prickelnd! Der “Klingelanbringer”(ich weiß jetzt gerade nicht, welches Gewerk für Klingeln zuständig ist) entdeckte sehr amüsiert, dass auch sämtliche Türschlösser völlig zulackiert waren. Nicht so, wie es schon mal ist, dass man den Schlüssel nicht mehr umdrehen kann. Nein, bei uns konnte man auch die Klinke nicht runterdrücken. Also wurden kurzerhand die Schlösser ausgewechselt. Bevor wir einzogen, kam noch der Elektriker, um zu prüfen, ob ich in meiner Küche die Wasch- und die Spülmaschine nutzen kann. Das Ergebnis: Ja, aber nicht gleichzeitig. Habe ich auch noch nie gehört, aber auch damit habe ich mich arrangiert. Ich fragte den Elektriker, was passieren würde, wenn ich es doch einmal vergessen würde. Er meinte, ich sollte das lieber nicht tun. Die Leitungen könnten dann verschmoren…Ähhhh? …. ?

Start in den Wohnungshorror

Dann kam der Tag, den ich also in meinem Leben schon 17 Mal erlebt hatte: der Umzug. Überraschung! Als wir an einem regenüberströmenden Tag zum ersten Mal unser neues Zuhause betraten, mussten wir leider in beiden Zimmern riesige, einmal einen Meter große, feuchte Flecken entdecken… . Die zwei Tage Dauerregen, die folgten, gaben meiner Decke einen gewissen Glanzfaktor, der erst nach zwei Dachdeckerbesuchen, weil es natürlich nicht beim ersten klappte, die Schwachstellen zu beseitigen, und einem erneuten Streichen, verschwand. Darauf folgte ein relativ ereignisloser Sommer und Herbst. Ach ja, ich glaube, nur der Spülkasten wurde nach zwei Monaten manueller Betätigung (ich musste immer den Kasten öffnen und von innen abziehen) ausgewechselt.

… und es kommt immer noch schlimmer als man denkt…

Doch die Ruhe trügte. Als ich das erste Mal die Heizung in der Küche und im Wohn-/Schlafzimmer anmachte, wunderte ich mich, dass es ein wenig komisch roch. Nach einer Stunde roch es nicht mehr komisch, sondern echt giftig. Ich entwickelte eine strategische Heizmethode, damit ich nicht komplett verseucht wurde und nur mit Kopfschmerzen eine warme Wohnung hatte. Halbe Stunde Heizen, dann aus, dann Fenster auf, bis es wieder zu kalt wurde und so weiter. Ich redete mir ein, dass der Geruch bestimmt irgendwann einmal weggehen würde. Das war nicht so. Nach eineinhalb Monaten meldete ich den giftigen Lackgeruch. Einen Besuch vom Sanitäter und vom Malermeister und etlichen Anrufen bei Farbherstellern später, wurden die Heizungen umgetauscht. Besonders auffallend fand ich nur, dass sowohl der gestandene Mann vom Sanitärdienst als auch der Maler innerhalb von Sekunden meine Küche verließen und sie auch nicht mehr betraten, als ich die Heizung zur Demo anmachte und der Chemieduft die Luft erfüllte.

Schimmel und wie man ihn nicht bekämpfen sollte

Jedenfalls wurde, weil der Wohnungsgott es irgendwie nicht gut mit uns meinte, während des Heizungsaustauschs entdeckt, dass meine Küchenwand feucht war bzw. eventuell schimmelte. Der Maler konnte einfach so in die Wand greifen und den Mörtel rausholen. Das hatte zur Folge, dass die Wand mit einem chlorhaltigem Schimmelentferner bearbeitet wurde. Es mag jetzt den einen oder anderen geben, der sagt, dass das Gang und Gäbe sei und so antwortete auch der Malermeister sowie die Wohnungsverwaltung auf meine Anfrage, wann der stechende Geruch wieder wegginge. Aber das Gesundheitsamt bestätigte mir in einem sehr netten und informativen Gespräch, dass es schon seit vielen Jahren chlorfreie Mittel gäbe und die vor allem in Räumen, wie der Küche, angesagt seien. Der nette Herr am Telefon empfahl mir denn sofort, die Küche nicht mehr als nötig zu betreten und sie erst einmal für drei bis vier Wochen zu meiden. Zudem sollten wir die Tür schließen. Tür? Ich musste mich beim Einzug entweder für die Wohnzimmer- oder die Küchentür entscheiden. Die Entscheidung fiel für das Wohn-/Schlafzimmer … . Sodass ich jetzt vor die Küche eine Decke hängen musste. Die nächsten Wochen bis der Geruch endlich einigermaßen verschwunden war, arbeitete ich, und aßen wir, jetzt also im Wohn-/Schlaf-/Arbeitszimmer… ?! Ich habe übrigens an der Stelle, wo der Malermeister in die Wand griff, immer noch ein Loch, wo es sogar reinzieht, wenn es draußen regnet und windig ist. Da stört es kaum noch, dass die Sanitäter beim Einbau der Toilette ein zu kurzes Rohr genutzt hatten und ich wochenlang einen Eimer drunter stellte, der regelmäßig ausgeleert werden musste. Bis einer der Heizungseinbauer sich ein Herz fasste und es kurzerhand austauschte. Danke, an den edlen Toilettenretter.

Wohnung gesucht…

Jedenfalls war das mit der Heizung der Wendepunkt unserer Mieter-Vermieter-Beziehung. Seitdem wurde mir der mündliche Kontakt untersagt. Auch darf ich nach der Nachfrage nach dem Namen des Schimmelbeseitigers beim Handwerker grundsätzlich mit den Handwerkern nicht mehr reden. Das war der Augenblick, als ich in den Mieterverein trat. Was gut war, denn nach einer dreiwöchigen Kur, die ich bitter nötig hatte, fand ich eine Art Kündigung “light” in meinem Briefkasten, in der mir nahegelegt wurde, dass ich im beiderseitigem Interesse doch zeitnah ausziehen solle.

So und da kommen wir endlich zum Punkt… Bevor ich jetzt auch noch von der aktuellen Schimmel-News in meinem Wohn-/Schlafzimmer langatmig (aber amüsant;)) berichte, was ich bestimmt könnte…: Weiß jemand von einer freien Zwei- oder Drei-Zimmer-Wohnung in Köln-Rodenkirchen? Ich muss es leider zum 18ten Mal tun! Aber ich hoffe, es ist dann erst einmal für viele Jahre das letzte Mal. Denn ich will einfach nicht mehr umziehen… .

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